Leistungssport

Kurzbericht vom D2-Kaderkurzlehrgang am 13. April 2014 in Leipzig

 

Turmbesteigung mit allen Teilnehmern

Der zweite Tageslehrgang des Jahres 2014 in Leipzig fand im Saal der Leipziger „Volksgesundung“ bei herrlichem Wetter statt. Das Thema des Tages waren diesmal bestimmte Leichtfigurenendspiele (Teil 2 mit Springer gegen Springer und Läufer gegen Läufer) und als Trainer waren diesmal Burkhard Starke und Sandra Ulms aktiv.

Von den nominellen neun D2-KaderspielerInnen haben auch alle neun teilgenommen Dazu kamen noch acht zur Talentsichtung eingeladene TeilnehmerInnen.

Begonnen wurde wie gewöhnlich mit Warmmachen, diesmal durch Ausspielen eines Springer-Endspiels mit 10 Minuten Bedenkzeit, wobei die vorgegebene theoretische Remisstellung von fast allen auch remis gehalten wurde. Dieses Warmmachen wurde gleich als 1. Runde eines Schnellschachturniers gewertet. Da wurden im Modus jeder gegen jeden in drei Gruppen (1. alle Kader plus Testfavorit Niklas Preißler, 2. alle 6 Mädchen, 3. alle restlichen Nichtkader) – thematische Endspiele (zumeist Fünfsteiner: Springer mit Bauer gegen Springer oder Läufer mit Bauer gegen Läufer)  ausgespielt, wobei die wünschenswerte „Chancengleichheit“ dadurch gegeben war, dass durchgehend nur theoretische Remisstellungen ausgespielt wurden. Im Mädchenturnier siegte mit 3,5 Punkten aus 5 Partien Heike Könze vor Lena vo Jan und Lara Hagenbeck-Hübert (je 3). Das Kader-Jungenturnier gewann Kasimir Lieberwirth dank seines Sieges im direkten Vergleich vor dem punktgleichen Gengchun Wong mit je 3 aus 5. Im Nichtkader-Jungenturnier siegte Exkader Cedric Mücka mit ebenfalls 3 aus 5. 

Und es gab zwischendurch natürlich auch wieder Videoclips (aus STARKE BAUERNREGELN und mit Karsten Müllers Goldenen Endspielregeln) sowie Beispielpartien am Bildschirm. Beeindruckt waren alle davon, dass Robert Hübners Analysen seines 1985 gegen Kasparow verlorenen Springerendspiels einen Partieausdruck von 16 Seiten ergeben, und das ohne etwa noch eingefügte Diagramme!

Vor dem Mittagessen gab es noch bei Sonnenschein und wenig Wind eine zwar geplante aber überraschend angekündigte kleine Exkursion über die Kettenbrücke zum 20 m hohen stählernen Aussichtsturm („Wackelturm“) auf dem nahen Rosentalhügel (von den Leipzigern „Scherbelberg“ genannt) den auch alle tapfer bestiegen, zum Teil trotz erklärter Höhenangst. Der angefügte Bildbeweis zeigt alle 17 TeilnehmerInnen und Trainerin Sandra Ulms. Das Mittagessen wurde nach den in 

Leipzig üblichen Regeln eingenommen, wonach jede/jeder sich nur soviel Nudeln bzw. Ketchup/Käse auf den Teller nahm, wie auch aufgegessen würde, ansonsten drohte Punktabzug, (wozu es aber in keinem Fall gekommen ist!)

Der Test (als einziger Test des Tages) noch vor dem Mittagessen bestand aus 2 x 6 = 12 Aufgaben und wurde teilweise durch die vorgegebenen Stellungen des Schnellschachturniers vorbereitet.

"Siegerehrung" mit den Preisträgern

Kleine Preise empfangen konnten neben den drei Turniersiegern diesmal alle mit über 50% der Punkte aus dem Test, und das waren diesmal immerhin acht der 17 TeilnehmerInnen! Nimmt man noch die zwei Teilnehmer mit 50% hinzu, hat über die Hälfte der TeilnehmerInnen auch die Hälfte der Punkte erreicht. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem letzten D2-Lehrgang vom Dezember 2013 mit ähnlicher Thematik. Absolut bester Teilnehmer war zum wiederholten Male der Nichtkaderspieler Niklas Preißler mit sage und schreibe 100% der möglichen Punkte, auch wieder gefolgt von Lena von Jan mit 62%, wobei die meisten beim zweiten Teil des Tests schwächer als beim ersten Teil punkteten. Ob dies an der zeitlichen Abfolge lag, oder am besseren Verständnis bei Springerendspielen im Vergleich zu Läuferendspielen, konnte von den Verantwortlichen nicht schlüssig erklärt werden.

Zum Schluss bekamen alle TeilnehmerInnen das neue Merkblatt „Besonderheiten von Leichtfigurenendspielen 2“ in die Hand gedrückt und durften erklären, was sie an diesem Tag Neues gelernt haben, wobei „das magische Quadrat“ (nach Karsten Müller) der Springerzüge im Kampf mit dem Randbauern am häufigsten genannt wurde.

 

 

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