18. Offene U8 Meisterschaft 2018 mit internationaler Beteiligung

IEM U8 - Tag 3

 

DSC00391Heute stand die zweite Doppelrunde auf dem Plan. Die vierte Runde konnte mit allen Spielern pünktlich begonnen werden. Lediglich ein Kuscheltier musste noch nachgereicht werden.

 

Starke Bauernregel zur 4. Runde:
Eh von vorn die Feinde stürmen,
soll der König seitwärts türmen
und an einer seiner Ecken
hinter Bauern sich verstecken.
Rochiert wird möglchst jedes Mal,
ob kurz, ob lang, ist nicht egal!
Ist eine Seite nicht geheuer,
rochiert man nicht hinein ins Feuer!

 

DSC00415Die ersten Partien waren wieder sehr zeitig fertig. Nach 20 Minuten gab es beim Bulletin-Team schon eine Partie mit 37 Zügen zum Eingeben. Im Spielsaal konnte sich ein Spieler nach ca. 20 Minuten nicht mehr richtig konzentrieren und stand deshalb die letzten zehn Minuten seiner Partie am Brett. Ein anderer Spieler freute sich lautstark über einen vermeintlichen Turmgewinn. Leider musste er kurze Zeit später feststellen, dass es doch kein Gewinn war.

DSC00433Mit der Rechtschreibung nehmen es die Kinder nicht so ernst. Ein Kind wusste zum Beispiel nicht, wie man lange Rochade (0-0-0) schreibt. Auf dem Partieformular stand "lange Rojade". Auf einem anderen Partieformular war bei Eröffnung "Rusich" zu lesen. Auch die Eröffnung "Keine anung" haben wir hier schon gesehen. Trotz der Doppelrunde war das Freizeitbüro gut besucht. Einige Kinder nutzten die Zeit vor dem Mittagessen zum Malen und Basteln. Dieses Jahr fanden auch nicht deutsch-sprechende Kinder den Weg dorthin. Beim Basteln kann man sich schließlich auch anders verständigen.

 

Starke Bauernregel zur 5. Runde:
Spielt der Gegner ein Gambit,
nimm nicht jeden Bauern mit!
Opferbauer Nummer zwei
wird verschmäht, wir zieh'n vorbei!

 

DSC00437Burkhard Starke gibt den Kindern zu Beginn jeder Runde eine kleine Weisheit mit auf den Weg. Leider passen die Reime nur im deutschen, sodass die internationalen Gäste diese nicht verstehen können. Einem Polen wurde das in dieser Runde zum Verhängnis. Er hatte den zweiten Bauern des Gambits mitgenommen und konnte den nachfolgenden Angriff des Gegners nicht abwehren. Hätte Burkhard Starke seine Starke Bauernregel übersetzt, wäre das vielleicht nicht passiert.
Zu Beginn der fünften Runde wollte ein Spieler so schnell von seinem Brett flüchten, dass er die Absperrung einmal mitnahm. Danach waren alle Kinder wieder wach und konnten in Ruhe weiterspielen. An einem der mittleren Bretter gab es eine nette Geste zu beobachten. Eine Spielerin half ihrem Gegner bei der Notation der Rochade. Sie beugte sich übers Brett und meinte: "Da fehlt noch ein Minus und eine Null."

Man merkt, dass das Turnier langsam fortschreitet. Sowohl Eltern als auch Spiele werden unruhiger im Turniersaal. Da würden sich die Schiedsrichter in den nächsten Tagen mehr Ruhe wünschen.

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