Leistungssport

Bericht über die Talentsichtung am 3. September in Leipzig

 

SAM 6527Zur Talentsichtung in der Gartengaststätte “Volksgesundung” hatten sich von 16 eingeladenen TeilnehmerInnen 15 (9 Jungen und 6 Mädchen) aus 5 Vereinen des Spielbezirks eingefunden und absolvierten bei herrlichem Wetter einen interessanten und lehrreichen Tag, einschließlich der Besteigung des “Wackelturms” auf dem Rosentalhügel nach dem Mittagessen. Denn auch ein schönes Tageserlebnis für die Kinder war wie immer erklärtes Lehrgangsziel.

 

Als Trainer wirkten wieder Sandra Ulms und Burkhard Starke mit, und das Doppelthema des Tages war zum einen der isolierte Damenbauer (“Isolani”) und zum anderen die hängenden Bauern (“Hängebauern”). Ziel war es, ein grundsätzliches Stellungsverständnis der Talente für diese beiden Stellungstypen herzustellen, um erstens schnell zu erkennen, wer da besser steht, und um zweitens die angemessene Spielweise – Durchbruch oder Warten bzw. Figuren abtauschen oder auf dem Brett behalten - zu wählen. Dazu wurde die sinnfällige Unterscheidung in “Isolani/Hängebauern lebendig” und “Isolani/Hängebauern gebändigt” nahe gebracht und an Beispielen erläutert.

In zwei etwa gleich starken Gruppen von 8 (eine mit Sandra als Auffüllerin für eine gerade Teilnehmerzahl) wurde ein thematisches Rundenturnier mit 7 vorgegebenen nahezu ausgeglichenen Stellungen und je 15 Minuten Bedenkzeit ausgetragen. Nach jeder Runde wurde die Ausgangsstellung mit dem Digitalprojektor demonstriert und analysiert, wonach jeder selbst ermessen konnte, wie stellungsgerecht zu Werke gegangen worden war. Gewürdigt wurden in den meisten Fällen auch die Spieler der ausgewählten Partien, um auch etwas von der Schachgeschichte zu vermitteln. Zwischendurch wurde einmal mit nur 5 Minuten Bedenkzeit und ohne Aufschreiben (und ohne Turnierwertung) eine praktisch verlorenen Isolanistellung ausgeblitzt, wobei in mehreren Fällen wieder mal die “falsche Seite” den Sieg davon trug.

Auf den sonst immer obligatorischen Test wurde zugunsten der Rundenturniere verzichtet, was allgemeine fröhliche Zustimmung fand.

Ergebnisse: In einer Gruppe siegte erwartungsgemäß die außer Konkurrenz mitspielende Sandra Ulms mit 7 Punkten aus 7 Partien vor Julian Petzke (6 aus 7) und den punktgleichen Helene Müller und Theo Naumann mit je 4 aus 7. In der anderen Gruppe siegte Jenny Nguyen mit 7 aus 7 vor Jonas Petzke (6 aus 7) und den punktgleichen Richard Hick und Timon Klein mit je 4 aus 7. Sieglos blieb keiner der Teilnehmer, und für alle gab es zum Schluss kleine Preise sowie zwei Merkblätter zu den beiden Themen des Tages, die von allen hoffentlich auch zu Hause noch einmal zur Kenntnis genommen werden!

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