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Nachruf Franziska Gasch

 

FranziMan lebt zweimal:
das erste Mal in der Wirklichkeit,
das zweite Mal in der Erinnerung.
Honore de Balzac

 

Am morgigen Tag heißt es Abschied nehmen von einer jungen Frau und ambitionierten Schachspielerin: Franziska Gasch.

Franzi kam in Leipzig zur Welt und übte mit Beginn der Schulzeit bei der SG Turm Leipzig ihre ersten Schritte auf den 64 Feldern. In den folgenden Jahren konnte sie mehrere Male den Vereinsmeistertitel erkämpfen.

Als No-Name fuhr sie 2001 zu ihrer ersten Sachsenmeisterschaft und wurde auf Anhieb Sachsenmeisterin in der AK U12w. Den Titel „Sachsenmeisterin“ gab Franzi auch in den nächsten Jahren bis zum Erreichen der AK U18 nicht ab. Mit den SEM-Titeln war Franzi natürlich zur Jugend-DEM in diesen Jahren qualifiziert. Ihre beste Platzierung war Rang 3 in der AK U18w im Jahr 2007.

 

Aber auch im Erwachsenenbereich mischte Franzi kräftig mit. Platzierungen bei den Sachsenmeisterschaften der Frauen im Normal-, Schnell- und Blitzschach belegen das, wie der 3. Platz bei der SEM Frauen 2006 hinter Tatyana Melamed und Sandra Ulms.

Und da war noch die Trainerin Franziska Gasch. Bei der SG Turm Leipzig hießen ihre Schützlinge Marvin Engert und Kasimir Lieberwirth, Miriam Weimert und Klaudia Ortlepp. Sie dankten es mit Titeln bei der Jugend-SEM und guten Platzierungen bei der Jugend-DEM.

2015 wechselte Franzi zum SC Leipzig-Lindenau. Hier verstärkte sie die Frauenmannschaft, die in der 2. Bundesliga spielt und übernahm das Training der „Kleinen Mädchen“. Durch ihre eigene Art war Franzi bei den Mädchen sehr beliebt und sie trainierten gern mit ihr.

Saß Franziska mal nicht selbst am Schachbrett oder gab ihr Wissen an die nächste Generation weiter – dann konnte man sie mit ziemlicher Sicherheit als Helfer oder Schiedsrichter bei einer Schachveranstaltung finden. Die Palette reichte von Grömitz (Jugendcamp), über Leipzig (Schulschach) bis Sebnitz (IEM U8). 

 

In diesem Jahr hatte Franzi gerade ihr juristisch-pädagogisches Studium abgeschlossen, die Bewerbung auf eine Dozentenstelle war erfolgsversprechend – und dann die niederschmetternde Mitteilung ihres Arztes.

Ach Franzi, Du wirst uns fehlen. Als Mensch, Spielerin und Freundin.


Der Vorstand des Schachverbandes Sachsen e.V.

 

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