„Ein Bauer fehlt, der Biber lacht – hat er sich einen Bau(h)errn gemacht?“️
Gestern knabberte unser frecher Biber an der Schachkönigin, heute hat er sich offenbar ein neues Hobby gesucht: Bauern klauen! Doch damit nicht genug – die Fahndung nach dem pelzigen Übeltäter geht weiter. In Sebnitz sind mittlerweile alle zu Detektiven geworden!
Runde 4: Ein Bauer auf Abwegen
Pünktlich um 9:08 Uhr eröffnete Schiedsrichter Sven Baumgarten die vierte Runde. Die erste Partie war bereits um 9:20 Uhr beendet – manche Entscheidungen fallen eben schneller als gedacht!
Doch heute gab es vor dem Start noch ein ganz anderes Problem: Franzisca Wakke erzählte den Kindern von den frechen Streichen des Bibers. Zur Sicherheit sollten alle ihre Figuren kontrollieren. Und tatsächlich: An Brett 1 fehlte plötzlich ein schwarzer Bauer!
War das etwa ein weiterer Streich unseres pelzigen Langfingers? Die Kinder wurden gebeten, die Augen offen zu halten und bei verdächtigen Beobachtungen sofort Bescheid zu geben.
Immerhin spielte auch das Wetter mit: Bei angenehmen 11 °C konnten die Eltern draußen etwas entspannter auf ihre kleinen Schachprofis warten.
Um 10:55 Uhr endete die letzte Partie – diesmal mit einem Remis. Doch die größte Aufregung stand noch bevor …
Große Fahndung: Drei Gummischlangen für den entscheidenden Hinweis!
Um 11:12 Uhr kam endlich die erlösende Nachricht: Yatan und Leo hatten den verschwundenen Bauern gefunden! Die Freude war riesig, und natürlich gab es für die erfolgreichen Finder eine süße Belohnung.
Der Bauer hatte sich nicht etwa in Luft aufgelöst, sondern war beim Kletterspinnennetz auf der Plattform vor dem Spielgerät entdeckt worden. Dort hatte der Biber offenbar seinen ganz persönlichen Biber-Bau eingerichtet – und den Schachbauern gleich als Baumaterial zweckentfremdet.
Passend dazu unser heutiger Biber-Zungenbrecher:
Biber-Bauer, Bauer-Biber – wer klaut hier die Bauern immer wieder?
Baut der Biber mit dem Bauer einen Bau mit Biber-Power?
Wer das dreimal hintereinander fehlerfrei aufsagen kann, darf sich offiziell als Biber-Experte bezeichnen!
Doch der Hauptverdächtige ist weiterhin auf freiem Fuß. Deshalb wurde ein Fahndungsplakat aufgehängt, das inzwischen auch das Titelbild dieses Tagesberichts ziert. Für sachdienliche Hinweise, die zur Überführung des Täters führen, sind drei Gummischlangen als Belohnung ausgeschrieben.
Also: Augen auf, Figuren zählen und bei verdächtigem Bibergeschnupper sofort Alarm schlagen!
Hinter den Kulissen: Ohne sie läuft nichts!
Während an den Brettern gerechnet und kombiniert wird, haben Schiedsrichter und Orga-Team alle Hände voll zu tun. Die Schiedsrichter sorgen für Ruhe im Turniersaal und achten darauf, dass die Regeln eingehalten werden. Das Orga-Team gibt die beendeten Partien so schnell wie möglich ins System ein, damit die Auslosung der nächsten Runde zügig veröffentlicht werden kann. Denn eine Frage darf natürlich nicht zu lange unbeantwortet bleiben: „Ist die Auslosung schon raus?“
Runde 5: Gruppenfoto statt pünktlicher Start
Am Nachmittag stand zunächst das große Gruppenfoto auf dem Programm. Schließlich sollen später alle beweisen können, dass sie tatsächlich bei der Internationalen U8-Einzelmeisterschaft in Sebnitz dabei waren – und nicht nur auf Biberjagd!
Dadurch begann die fünfte Runde etwas später als geplant: Um 14:15 Uhr ging es endlich los. Bereits um 14:23 Uhr war die zweite Partie beendet. Eine Partie endete sogar unmittelbar nach dem Start, da ein Kind das Turnier aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig verlassen musste. Wir wünschen gute Besserung und eine schnelle Erholung!
An Brett 1 sorgte außerdem die Berührt-geführt-Regel für einen echten Schachkrimi: Ein Spieler musste die Figur ziehen, die er zuvor berührt hatte. Der dadurch erzwungene Zug erwies sich als ungünstig und beeinflusste die Partie entscheidend. Ein eindrucksvoller Reminder für alle: Erst denken, dann ziehen – denn im Schach kann eine kleine Berührung große Folgen haben!
Freizeitbüro: Kreativität statt Biberjagd
Auch abseits der Schachbretter war einiges los. Im Freizeitbüro wurde unter anderem UNO und Skat gespielt, der Biber gemalt und mit Pastellkreide kreativ gearbeitet. Außerdem entstanden zahlreiche Papierorakel – besser bekannt als „Himmel und Hölle“.
Ob dabei auch die Zukunft des Bibers vorausgesagt wurde, ist leider nicht überliefert. Vielleicht hätte ein Orakel verraten, wo er sich versteckt hält!
Zum Mittagessen gab es Kartoffelbrei mit Bratwurst – eine ordentliche Stärkung für kleine Schachköpfe und große Biberermittler.
Fortsetzung folgt …
Der Biber bleibt verschwunden und die Ermittlungen gehen weiter. Ob er sich bereits den nächsten Schachstreich ausdenkt oder seinen wohlverdienten Feierabend im Biberbau genießt? Wir behalten die Lage weiter im Blick. Erst wurde die Dame angeknabbert, jetzt wird ein Bauer entführt. Wenn das so weitergeht, ist bald das ganze Schachbrett leer – und der Biberbau bestens ausgestattet!
Eines ist sicher: In Sebnitz ist kein Bauer vor ihm sicher – und drei Gummischlangen warten noch immer auf den entscheidenden Hinweis!
„Knabberige Grüße aus Sebnitz – und immer schön die Bauern zählen!“
Tagesaufgabe: Schwarz setzt Matt in 2 Zügen!
Lösung der gestrigen Tagesaufgabe:
Db8+ Txb8 Txb8#
